AMERIKA-TRIP: SV05-KAPITÄN RALPH RÖMHILD BERICHTET AUS COLORADO
Zu Beginn des Jahres 2009 befinden sich zwei Stammkräfte unserer Ersten Männermannschaft in einem Auslandsaufenthalt: Neben Guido Wolf, der bis Ende Mai in Irland verweilen wird, ist Ralph Römhild, der Kapitän unserer Bezirksliga-Elf, schon seit einem Mitte Januar in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er wird bis Ende März in Colorado sein und dann erst wieder das Team des SV05 verstärken. Vor seiner Abreise hat ihn unser Webmaster gebeten, hin und wieder eine kleine Kolumne aus dem Ausland zu schreiben, um den Besuchern von www.sv-trusetal.de von seinen Erlebnissen in den USA zu berichten. Nun ist Ralph dieser Bitte das erste Mal nachgekommen und wir veröffentlichen nun seine erste Kolumne aus Colorado. Der Webmaster sagt auf diesem Wege schon einmal Dankeschön!

Hier die erste USA-Kolumne von Ralph:

Nach etwas mehr als vier Wochen in Colorado Springs möchte ich endlich der Anregung Ringos nachkommen und einen kurzen Bericht über die sportlichen Aktivitäten hier liefern.

Ein wenig sportlich betätigen sollte ich mich doch, um nicht als XXL-Whopper wieder zurück zu kommen.
Dazu habe ich glücklicherweise auf Hinweis einer Arbeitskollegin direkt gegenüber meiner Arbeitsstelle ein Pub gefunden (www.jackquinnspub.com). Aber nicht nur zu dem sonst üblichen Zweck (Bier trinken). Dort gibt es nämlich einen Runnerīs Club. Jede Woche treffen sich dort am Dienstagabend Laufbegeisterte, die einen Lauf von maximal drei Meilen (rund fünf Kilometer) zu absolvieren. Manche Teilnehmer laufen auch kürzere Distanzen oder bevorzugen Walking, je nach persönlichem Fitnesszustand. Bis jetzt habe ich die drei Meilen zweimal auf mich genommen. Beim ersten Start war es nicht ganz einfach, denn die Strecke ist ja noch unbekannt, man findet den Weg schlecht (dunkel war es dazu auch noch) und man kann die Entfernung nicht besonders gut einschätzen. Am schlimmsten ist aber die Umstellung auf die Höhe (Colorado Springs liegt auf etwa 2000 Meter Höhe). Das kannte ich ja bisher auch nur aus Legenden und Erzählungen, aber für mich war das tatsächlich nicht einfach. Gefühlte zehn Minuten langsamer war ich beim ersten Lauf. Man hat mit gesagt, es kann bis zu sechs Wochen dauern, bis sich der Körper daran gewöhnt hat.
Nach zehn Teilnahmen gibt es ein T-Shirt von Jack Quinns - das schaffe ich während meines Aufenthaltes hier leider nicht mehr. Positiv zu vermerken ist außerdem, dass sich die Läufer nach der aktiven Betätigung im Pub treffen und den Flüssigkeitsverlust mit einem guten irischen Bier ausgleichen. Insgesamt macht das echt Spaß, hält ganz gut fit und nebenbei lernt man ganz interessante Leute kennen.

Natürlich habe ich mich auch darum gekümmert, ab und an mal Fußball zu spielen. Einen Club zu finden, war nicht ganz einfach. Arbeitskollegen oder andere Leute, die ich danach befragte, wollten zuerst wissen "American Football or Soccer?", um dann keinen Soccer-Club zu kennen.
Nach einiger Internetrecherche habe ich doch ein einen Platz gefunden, um Fußball zu spielen: Den Colorado Springs Soccer Club (www.cssoccerclub.com). Bis der Spielbetrieb Anfang März beginnt, treffen sich die Aktiven jeden Sonntag auf dem "St. Mary's The Grace Center", um zu spielen. Insgesamt ist das mehr eine Art Freizeitfußball, denn Trainingseinheiten die Woche über gibt es nicht und das sonntägliche Training ist ein Spiel über 90 Minuten. Besonders interessant ist, dass es tatsächlich mehrere Teams gibt (www.cssoccerclub.com/standings.html), deren Spieler sich aber alle gemeinsam sonntags zum Training treffen. Ich bin zum Team "Jazz" gedraftet worden: Nach dem ersten Training hatten mich der "Manager" und der "Coach" (ein Schotte) gefragt, ob ich nicht bei Ihnen mitspielen wolle. Sie erließen mir auch die Mitgliedsbeiträge (etwa 50 Dollar pro Saison - neben den Gebühren für den Spielerpass von 32 Dollar). Ohne viel Ahnung zu haben, ob die "Jazz" nun gut oder schlecht sind, habe ich zugesagt. Die Mannschaften sind in drei Divisions eingeteilt, die Jazz sind wohl in der zweiten. Mal schauen wie erfolgreich (oder auch nicht) wir sein werden, etwa drei Spiele werde ich bis Ende März mitmachen können.
Insgesamt erscheint mir das Niveau etwa vergleichbar mit unseren Männermannschaften, es gibt natürlich wie überall bessere und schlechtere Spieler. Gespielt wird hier auf einem für Fußballzwecke genutzten Footballfeld einer Highschool. Der Kunstrasen ist aber sehr gut zu bespielen, viel weicher als die Kunstrasenfelder, die ich aus der Bezirksliga kenne. Und wettermäßig ist hier bestes Fußball-Wetter - etwa 5 Grad und Sonnenschein - wie man vielleicht auf den Bildern erahnen kann.
Ansonsten kann ich über die Teilnehmer hier sagen, dass die wirklich sehr gut über den europäischen Fußball informiert sind, sie kennen die Paarungen der Champions League und aktuelle Spielerwechsel ganz genau.
Ende März beginnt übrigens die Saison der Major League Soccer wieder, ich versuche am 21. März Tickets für ein Heimspiel der "Colorado Rapids" zu bekommen, die in Denver spielen. Hoffentlich klappt das!

Das wärīs erstmal mit einem ersten Bericht aus Colorado Springs. Ich hoffe, dass ich nach dem Punktspielauftakt weiter Positives berichten kann.

Alle besten Wünsche gehen in die Heimat, ich hoffe dass die Mannschaften des SV 05 trotz des offensichtlichen strengen Winters eine gute Vorbereitung auf die Punktspiele absolvieren können. Ich wünsche euch viel Erfolg!

Ralph Römhild

Ein paar Bilder hat uns Ralph auch mitgeschickt, diese gibt es nun hier zu betrachten:

   

   

wird fortgesetzt, oder wie der Ami sagt: to be continued... ;-)

Hier gehtīs zum zweiten Teil von Ralphīs Kolumne:
Amerika-Trip: Ralph Römhilds 2.Kolumne aus Colorado (05.03.2009)