Die Stahl-Elf-Stories:
Was sonst noch passierte…
Umkleideräume in Heinrich Wenzels Rohbau
Nach der Einweihung des Sportplatzes „Gehege“
standen noch keine Umkleideräume zur Verfügung. Heinrich Wenzel, der am
Sportplatz gerade sein Haus, die jetzige Gaststätte, baute, stellte den Fußballern zwei Räume und eine Waschgelegenheit
kostenlos zur Verfügung. In den Jahren 1953 – 55 erbaute der Fluss- und
Schwerspatbetrieb das Sportlerheim mit den sanitären Anlagen.
Das Pokalspiel zwischen Trusetal und Seligenthal im Jahre 1959 auf dem Ankersportplatz in
Schmalkalden wurde nach 20 Minuten abgebrochen. Nicht wegen Randalen oder eines
Unwetters, sondern wegen technischer Überlegenheit. Zu diesem Zeitpunkt stand
es bereits 8:0 für Trusetal.
2:2 in Wackersdorf
Am 24. Juni 1961 fuhr die Stahl-Elf zu einem
Freundschaftsspiel nach Wackersdorf in der BRD. Die Sportfeunde
aus Bayern empfingen uns herzlich, so dass die Fahrt zu einem bleibenden
Erlebnis wurde. Das Spiel endete übrigens 2:2. Leider kam es nicht zu einem
Rückspiel in Trusetal, da durch den Bau der Berliner Mauer keine innerdeutschen
Sportbeziehungen durchgeführt werden durften. Erst nach 1989 mit der
Grenzöffnung konnten wir wieder Vergleiche mit Mannschaften aus der BRD
durchführen, die jetzt durch die deutsche Einheit zur Selbstverständlichkeit
geworden sind.
Im Punktspiel 1967 erzielten Luck,
Heymel und Co. in Steinbach-Hallenberg einen
Achtungserfolg. Mit acht Mann (Vogel und Wichert waren des Feldes verwiesen
worden, J.Wolf verletzt ausgeschieden) erreichten sie
ein Remis. Der neue Tormann Manfred Heymel brachte
die Steinbacher Stürmer mit seinen Paraden fast zur Verzweiflung.
Zweimal 1974/75 und 1977/78 standen wir kurz vor
dem Abstieg in die Kreisklasse. Zum jeweils entscheidenden Spiel mussten wir
auswärts vor mehr als 1000 Zuschauern in Fambach bzw.
Rosa antreten. Da wir beide Spiele gewannen 2:1 in Fambach
und 1:0 in Rosa, hieß es danach „Fambach bzw. Rosa
hatte das Geld, wir die Punkte und den Klassenerhalt“.
Geld für Trusetal,
Aufstieg für die Gegner
In den Jahren 1999 und 2000 stand die Erste
Mannschaft in der Kreisliga gleich zweimal knapp vor der Rückkehr in die
Bezirksliga. Bei den entscheidenden Heimspielen gegen Struth-Helmershof
(1999) und Fambach (2000) besuchten jeweils mehr als
600 Zuschauer das Trusetaler „Gehege“. Man patzte in beiden Partien und am Ende
stiegen die beiden Konkurrenten in die Bezirksliga auf. Uns blieb dieses Mal
das Geld, den Aufstieg konnten die Konkurrenten bejubeln.
Unvergessen bleibt in der Spielserie 1982/83 das
Punktspiel in Schmalkalden. Die Stahl-Elf mit dem Schmalkalder
Torwart Michael Pfunfke bezwang Motor Schmalkalden
mit 1:0 und festigte damit ihren 1. Tabellenplatz. Das entscheidende Tor
erzielte dabei Detlef Altmann, der in der Nachspielzeit den ehemaligen
Oberligatormann Kühn mit einem Schuss ins lange Eck bezwang.
Beim Bezirkspokalspiel 1984 Steinbach-Hallenberg
gegen Trusetal waren 36 (sechsundreißig) Strafstöße
nötig, ehe mit Trusetal der Halbfinalist feststand. Frank Peter verwandelte den
letzten zum 16:17 Endstand.
Ostern
1993 nahm unser Verein an einem internationalen Turnier in Riccione
in Italien teil. Mit dem „Brotteröder“ ging es am 8.
April mit 50 Personen über München, den Brenner nach Riccione.
Nach der Eröffnungsfeier, wo alle 96 teilnehmenden Mannschaften aus 8 Ländern
vereinigt waren, begann für uns das Turnier gegen den FC Sursee
aus der Schweiz. Durch Kampfgeist erreichten wir gegen die technisch
überlegenen Schweizer ein 0:0. Der nächste Tag begann mit einer 1:2-Niederlage
gegen San Petrigano aus Italien. Im letzten
Gruppenspiel musste gegen Coriano unbedingt gewonnen
werden, um das Halbfinale noch zu erreichen. Dies gelang mit 5:1 auch recht
eindeutig. Nach dem 2:0-Sieg im Halbfinale gegen das belgische Team FC Sur le Bois war das Finale
erreicht. Das Endspiel vor mehr als 3000 Zuschauern gewannen wir dann gegen San
Petrigano im Elfmeterschießen mit 4:2 und entführten
somit den Pokal „Troffeo Adriatico
1993“ nach Trusetal.
Wussten Sie schon…
…
dass Hugo Heusing die wahrscheinlich kürzeste
Schiedsrichterkarriere erlebte?
Er legte 1954 an einem Samstag in Breitungen seine Schiedsrichterprüfung ab und
wurde am nächsten Tag in Fambach beim Spiel Fambach gegen Benshausen als Linienrichter angesetzt. Da
der angesetzte Schiedsrichter zum Punktspiel nicht anreiste, musste Hugo Heusing die Leitung der Partie übernehmen. Nach einem
Elfmeter kurz nach der Halbzeitpause und der 1:0-Führung für Benshausen wurde
der Referee von den Fambacher Zuschauern so
verprügelt, dass es zu einem Spielabbruch kam.
.., dass 1946 der Schmalkalder Torwart Kurt Erhard, genannt die „kahle Anna“,
in der Trusetaler Mannschaft spielte. Vor jedem Spiel wurde er vom Gastwirt der
„Erholung“ Artur Ullrich verköstigt. Der Schmalkalder
hatte einen gesunden Appetit, denn er aß 8-9 Klöße.
..., warum unser langjähriges Vereinsmitglied
Heinrich Wenzel „Hupser“ genannt wurde? Der Ball, der
bei den Trusetaler hüpft, „hupste“ bei Heinrich.
..., dass das 0:13 1969 in Tiefenort
die höchste Punktspielniederlage in der Bezirksliga war.
..., dass Siegfried Winges
und Otto Sittig nach dem Essen vor einem Punktspiel 1970 in Fehrenbach beim
Einsteigen in den Bus von Betreuer Helmut Iffland eine Ohrfeige bekamen, weil
sie einen Kloß nicht gegessen hatten.
..., dass der Betreuer der 1.Mannschaft Helmut
Iffland während eines Turniers in Bindersleben 18
Bratwürste aß und dabei einen Kasten Bier trank.
..., dass der „letzte Louis“ (Louis Volk) in den
50er Jahren die Bälle in einem großen Netz mit nach Hause nahm, sie trocknete,
einfettete und nähen ließ.
..., dass Wolfgang Ullrich zum Punktspiel nach Schweina
fuhr, seinen Sportbeutel aber an der Haltestelle in Trusetal am Gartenzaun
hängen ließ.
…, dass Manfred Heymel in Steinheid statt Spielerhemd
den Schlafanzug seiner Tochter auspackte.
…,
dass Karl-Heinz Danz am 29. März 1987 beim 1:0-Sieg
in Unterbreizbach (damals Sperrgebiet) in der
Halbzeitpause eine Probefahrt machte und einen Saporoshez (sprich: Saporosch)
kaufte.
…, dass Uwe Günter in jedem Jahr seiner Spielzeit in Trusetal sein obligatorisches
Selbsttor schoss.
…,
dass nahezu alle Umbauten der vergangenen Jahre am Vereinsheim durch den
freiwilligen Einsatz einiger Vereinsmitglieder durchgeführt wurden?
…
dass unser Keeper Frank Wittek bis 2005 seit mehr als 22 Jahren
im Trusetaler Tor stand?
…
dass der deutsche Nationalspieler Bernd Schneider (Bayer Leverkusen) schon
einmal im Trusetaler Gehege spielte? (am 10. Mai 1997 mit dem FC Carl-Zeiss
Jena)
…,
dass unser Stadionsprecher Ringo Hengmith im Oktober
2004 beim FC Bayern München als Fanreporter im Einsatz war?